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Arbeitsgemeinschaft für Wissenschaftliche Psychotherapie

Emotionsfokussierte Therapie

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Merkmale des emotionalen Erlebens und emotionale Veränderungsprozesse zählen zu den allgemeinen Wirkfaktoren in der Psychotherapie, d.h. sie sind ansatzübergreifend über die therapeutischen Orientierungen für den Therapieerfolg hinweg relevant. Ein Ansatz, der emotionale Prozesse gezielt fördert, ist die Emotionsfokussierte Therapie. Auf der Basis aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der empirischen Psychotherapieforschung bietet die Emotionsfokussierte Therapie Therapeuten Prinzipien zur wirksamen und erfolgreichen Arbeit mit Emotionen in der Psychotherapie an. In der Emotionsfokussierten Therapie werden Strategien eingesetzt, die emotionale Prozesse gezielt differenzieren, fokussieren und integrieren. Diese Systematisierung emotionaler Prozesse ermöglicht es Therapeuten, Prozessdiagnosen zu stellen und ihnen zugeordnete Interventionen einzusetzen. In der Praxis der Emotionsfokussierten Therapie wird eine klientenzentrierte Beziehungsgestaltung mit prozessdirektiven Interventionen (z.B. der Zwei-Stuhl-Technik) kombiniert. Die Emotionsfokussierte Therapie wurde in einer Reihe von klinischen Studien evaluiert. Ihre Wirksamkeit wurde v.a. für Depression und in der Traumatherapie nachgewiesen, so dass sie von der American Psychological Association (APA) als wissenschaftlich fundiertes Verfahren der Depressionsbehandlung anerkannt ist.

Literatur




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