Emotionsfokussierte Therapie
Die Emotionsfokussierte Therapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Psychotherapieverfahren, das 2008 von der American Psychological Association (APA) in die Liste der „empirically supported therapies“ aufgenommen wurde. Auf der Basis aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse sowie der empirischen Psychotherapieforschung bietet die Emotionsfokussierte Therapie Therapeuten Prinzipien zur wirksamen und erfolgreichen Arbeit mit Emotionen in der Psychotherapie an. Da emotionale Prozesse in der Therapie als wichtiger allgemeiner, d.h. ansatzübergreifender Wirkfaktor für den Erfolg einer Psychotherapie gelten, ist die gezielte Arbeit mit Emotionen für Vertreter nahezu aller therapeutischen Ansätze interessant. Die Arbeit mit Emotionen erhält zunehmend versorgungspolitische Bedeutung in einer als „dritten Welle“ bezeichneten Weiterentwicklung der verhaltenstherapeutischen Ansätze. Die Emotionsfokussierte Therapie wurde in einer Reihe von klinischen Studien evaluiert und konnte ihre Wirksamkeit v.a. für Depression, besonders leichte bis mittelschwere Depressionen, in der Traumatherapie sowie in ihrer spezifischen Konzeption für die Arbeit mit Paaren nachweisen.
Literatur
- Bischkopf, J. (2012). Emotionsfokussierte Therapie. Grundlagen, Praxis, Wirksamkeit. Göttingen: Hogrefe.
- Geller, S. & Greenberg, L.S. (2011). Therapeutic Presence: A Mindful Approach to Effective Therapy. Washington, D.C.: American Psychological Association.
- Greenberg, L.S. (2010). Emotion-Focused Therapy. Washington, D.C.: American Psychological Association. (dt.: Greenberg, L.S. (2011). Emotionsfokussierte Therapie. München: Reinhardt)
- Paivio, S. & Pascual-Leone (2010). Emotion-Focused Therapy for Complex Trauma: An Integrative Approach. Washington, D.C.: American Psychological Association.
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