US
XS
SM
MD
LG

Richtlinien zur Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)“

Zurück zur Übersicht

Das Curriculum "Spezielle Psychotraumatherapie des Kindes- und Jugendalters" an der AWP-Berlin dient der Vermittlung von grundlegender therapeutischer Kompetenz zur Behandlung von traumatisierten Kinder und Jugendlichen. Die Inhalte und der Aufbau der Kurse orientieren sich an den Richtlinien der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT).

Personen, die die Eingangsvoraussetzungen der DeGPT erfüllen, können durch Absolvieren des Curriculums die Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)” erwerben.

Das Curriculum sieht für die Erlangung der Zusatzqualifikation „Spezielle Psychotraumatherapie mit Kinder und Jugendlichen (DeGPT)" die Absolvierung des Basiscurriculums im Ausmaß von 140 Stunden (120 Stunden Theorie + 20 Stunden Supervision) sowie verpflichtend eines der drei Vertiefungsmodule (Vertiefungsmodul „Behandlung akuter Traumafolgestörungen“, „Transkulturelle Kompetenz“, oder „Kinderschutz“) im Umfang von je 16 Unterrichtseinheiten vor.

Sollten Sie das Curricululum unter den alten Bedingungen begonnen haben und möchten dieses nun abschließen, setzen Sie sich bitte direkt mit der AWP Berlin in Verbindung.

Verantwortlich für die inhaltliche Leitung des Curriculums ist PD Dr. Christian Stiglmayr.


Folgende Bausteine müssen erfüllt sein:

1) Approbation/Anerkennung

Voraussetzungen für die berufliche Qualifikation in Österreich/Schweiz finden Sie hier.

Die Fortbildung in „Spezielle Psychotraumatherapie des Kindes- und Jugendalters“ kann vor Abschluss der Psychotherapieausbildung oder -weiterbildung begonnen werden. Mit der Supervision kann schon während der Ausbildung (vor der Approbation) begonnen werden, wenn die supervidierte Therapie als Ausbildungstherapie unter Verantwortung des Ausbildungsinstituts stattfindet und der Supervisor entsprechend qualifiziert ist.

*Im Sinne der Adoleszenzpsychiatrie und Transition ist eine Zulassung der mit * gekennzeichneten Abschlüsse begründet.

Zu beachten ist, dass die Weiterbildung in „Spezieller Psychotraumatherapie mit Kindern und Jugendlichen (DeGPT)“ alleine jedoch nicht zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen ermächtigt. Die Voraussetzung hierfür sind die berufsrechtlichen Vorgaben in Deutschland, Österreich und der Schweiz.


2) 120 UE Theorie in Traumatherapie von Kindern und Jugendlichen (Basis Curriculum) sowie eines der drei Vertiefungsmodule mit 16 UE


3) Vier supervidierte Fälle inkl. drei schriftlichen Fallberichten (4-6 Seiten)

Regelmäßige Supervision eigener Behandlungsfälle (nach Möglichkeit video-dokumentiert) über mindestens 20 UE durch entsprechend qualifizierte Supervisoren und Supervisorinnen (u.a. Indikationsstellung und Behandlungsplanung) im Einzelsetting oder in Gruppen. Die Anzahl der Therapiestunden pro Fall ist nicht festgelegt.

Eine Liste von Supervisoren finden Sie unter Service/Supervisoren. In der Liste finden Sie auch Informationen zu den jeweiligen Spezifikationen der Supervisoren. Bitte nehmen Sie eigenständig mit den Supervisoren Kontakt auf. Die Kosten für die Supervision ist Supervisorenabhängig.


4) Ein Video einer Traumakonfrontationssitzung

Das Video wird im Rahmen der obligatorischen Supervisionen gesichtet und beurteilt. Eine Liste von Supervisoren finden Sie unter Service/Supervisoren. In der Liste finden Sie auch Informationen zu den jeweiligen Spezifikationen der Supervisoren. Bitte nehmen Sie eigenständig mit den Supervisoren Kontakt auf. Die Kosten für die Supervision ist Supervisorenabhängig.


5) Abschlusskolloquium

Kollegiales fallbezogenes Gespräch mit Dokumentation der Prüfungsthemen in einem stichpunktartigen Protokoll. Als Voraussetzungen für die Zulassung zum Abschlusskolloquium sind 4 supervidierte und dokumentierte Behandlungsfälle (Kurzfassung - 4-6 Seiten) mit unterschiedlichen Störungsbildern (Vollbild PTBS, komplexe Traumatisierung u.a. nach frühen Kindheitstrauma Behandlungsstunden, und - wenn möglich - Akuttraumatisierung) einzureichen, von denen alle Behandlungsfälle eine volle Diagnostik (einschließlich mindestens 2 traumaspezifischer Testverfahren) beinhalten müssen und 2 dem Abschlusskolloquium zugrunde gelegt werden. Vorzugsweise sollten die Fälle videodokumentiert und supervidiert sein. Insgesamt müssen mindestens 50 traumatherapeutische Behandlungsstunden absolviert und dokumentiert worden sein (dies beinhaltet auch Stunden mit Angehörigen). Die Supervision der Behandlungsfälle erfolgt im Verhältnis 1:4.

Das Abschlusskolloquium dauert maximal 50 min. Es wird von zwei DeGPT zertifizierten Traumatherapeuten durchgeführt. Die Organisation des Abschlusskolloquiums übernimmt Frau Dr. Ingrid Hösch.

Kosten für das Abschlusskolloquium: 100 €



Antragstellung zur Zertifizierung (DeGPT)

Personen, die an einer Zertifizierung durch die DeGPT interessiert sind, erhalten von der AWP Berlin eine Abschlussbescheinigung über die absolvierten theoretischen wie auch praktischen Fortbildungsinhalte.

Mit dieser Abschlussbescheinigung stellen die Interessenten einen Antrag auf Zertifizierung bei der DeGPT. Als Unterlagen werden zusätzlich eine Kopie der Approbation sowie das ausgefüllte Antragsformular benötigt. Alle weiteren Informationen finden sich unter http://www.degpt.de/curricula/spezielle-psychotraumatherapie-mit-kindern-und-jugendlichen.html.