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Aktuell angebotene Kurse

Bei der AWP Berlin haben Sie die Möglichkeit komplette Fortbildungsgänge mit offiziell anerkannten Abschlusszertifikaten zur Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), Schematherapie und Psychotraumatherapie für den Erwachsenen- und den Kinder- und Jugendbereich zu besuchen. Daneben bietet die AWP Berlin 2021 folgende weitere Curricula an: jeweils ein Curriculum in Nei Yang Gong, in Achtsamkeit, in Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT), in CBASP, in Imagery Rescripting & Reprocessing Therapy (IRRT), in Klärungsorientierter Psychotherapie (KOP) sowie in Paartherapie. Aktuell bemühen wir uns zusätzlich um den Aufbau eines Curriculums in Systemischer Therapie.

Auch für 2021 haben wir uns um eine interessante Zusammenstellung von Einzelkursen bemüht, welche Sie unter „Praxisnahe Einzelkurse“ finden.

Nähere Informationen zu den Fortbildungsrichtlinien finden Sie in der Rubrik "Richtlinien".

Es können auch einzelne Kurse innerhalb der Fortbildungsgänge besucht werden.

  • Klärungsorientierte Psychotherapie
  • DBT
  • Mentalisierungsbasierte Psychotherapie (MBT)
  • Schematherapie
  • CBASP
  • Emotionsfokussierte Therapie
  • Paartherapie
  • Psychotraumatherapie
  • Achtsamkeit in der Psychotherapie
  • ACT
  • Praxisnahe Einzelkurse
  • Systemische Therapie / Systemisches Coaching
  • Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie
  • Web-Seminare
  • Kurse auf Anfrage

Bitte Kursbereich und Kurs wählen:


Professionelle Präsenz und Identität: Ich, mein Herkunftssystem und meine Klient*innen – Selbstreflexion mit Hilfe von Familien- und Systemaufstellungen

„Magersucht hat doch auch was mit der Familie zu tun!“, „Systemiker:innen sind dauernd auf der Meta-Ebene unterwegs ?!“, „In einer einzigen Therapiestunde kann so viel passieren wie in 300 ?!“, „Familienaufstellungen initiieren manchmal sprunghafte Entwicklungen !?“ und „Niklas Luhmann ist bahnbrechend, obwohl ihn wohl noch keine*r verstanden hat !?“

– solche und andere Narrative kursieren über die Systemische Therapie. Seitdem gezeigt wurde, dass diese Art zu therapieren wirkt und daraufhin den anderen Richtlinienverfahren gleichgestellt wurde, wachsen die Neugier genauso wie die Erwartungen: „Was können die, was ist da eigentlich dran und wie geht’s?“ 
 
Die prozessorientierte Seminarreihe bietet die Möglichkeit, die systemische Haltung, Grundlagen sowie systemische Interventionen für Einzel- und Mehrpersonensettings kennenzulernen. Auch können die eigene Arbeitsweisen und Fallbeispiele reflektiert werden. In den erfahrungsbasierten Kursen werden die Bedarfe und Wünsche der Teilnehmenden flexibel eingebunden. Es sind keine Vorkenntnisse in systemischer Therapie nötig. In insgesamt drei aufeinander aufbauenden Modulen werden jeweils die drei Bereiche Haltung, Methoden und Rolle des beratenden Systems behandelt.

Beschreibung

Wir sollten eine Idee davon haben, welche persönlichen Werte wir vertreten und wie sie mit Klient:innensystemen kollidieren oder harmonieren. Dazu müssen wir uns manchmal Unbewusstes bewusst machen. Welche Werte treiben uns, woher kommen z. B. meine Vorstellungen von Beziehungen und was tue ich, wenn sie denen meines Klient:innensystems widersprechen? In diesem Modul wird neben anderen die Methode der Familien- und Strukturaufstellung eingeübt. Diese setzt in besonderem Maße eine Bereitschaft zur Selbsterfahrung voraus.

1. Systemische Fragestellungen und Beratungsmethoden
- Wie kann ich Systeme und Familien „aufstellen“ und was bringt das?
- Wie kann ich den Körper im Sinne eines „Embodiment“ einsetzen?
 
2. Persönliche Haltung als Grundvoraussetzung systemischer Arbeit
- Wie haben sich meine persönliche Haltung und Einstellungen dem Leben und Anderen gegenüber entwickelt? Welche Rollen spielen Geschichte, Gesellschaft und mein Herkunftssystem?
- Welche eigenen Handlungsmuster behindern mich und welche sind förderlich bei meiner therapeutischen Arbeit?
- Wie schütze ich mich selbst vor unangenehmen Feedbacks und Situationen?
- Was sind meine Werte und welche Rolle spielen sie bei der Therapie?
 
3. Rolle des systemischen Beraters/ der systemischen Beraterin und Grenzen der systemischen Arbeit
- Wie kann ich in Gesprächssituationen authentisch und selbstwirksam sein?
- Wie kann ich Fühlen, Denken, Körper und Verhalten sinnvoll miteinander verbinden?
- Wie kann ich auch in schwierigen Situationen professionelle Präsenz zeigen?

Zielgruppe

Alle psychosozial und psychotherapeutisch tätigen Kolleg:innen: Psycholog:innen, Psychologische Psychotherapeut:innen, Sozialpädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Pädagog:innen, Psychotherapeuti*innen, die mit Kinder, Jugendlichen und/oder Erwachsenen arbeiten. 

Für diese Kurse ist eine hohe Bereitschaft sich selbst und eigene Themen einzubringen erforderliche. Eine Vorliebe für reflexives und erfahrungsbasiertes Lernen ist hilfreich, Input-Monster werden enttäuscht.

Inhalte

Vermittelt wird systemisches Basiswissen und die darauf aufbauenden Methoden. Viele davon haben nicht-sprachliche Elemente und können in verhaltenstherapeutische Verfahren  integriert werden. Im Fokus wird aber immer wieder die systemische Haltung stehen, aus der heraus ein erweiterter Blick auf größere Systeme, therapeutische Kreativität und Wertschätzung für mich und die anderen resultieren kann. Da ich mein eigenes Instrument bin, geht es auch darum, meine Selbstfürsorge zu erhöhen.

Methoden

- Powerpointpräsentation
- Diskussionsrunden
- Arbeitsgruppen
- Lernen am Modell
- Aufstellungen
- Selbstreflexion
- Livegespräche

Literatur

Schlippe, v. A. & Schweitzer, J. (2013). Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung I: Das Grundlagenwissen. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.
Ludewig, K. (2015). Systemische Therapie: Grundlagen, klinische Theorie und Praxis. Heidelberg: Carl-Auer.

Kurs-Termine:


Datum:

Do., 23.11. (09:00 bis 17:30 Uhr), Fr., 24.11. (09:00 bis 17:30 Uhr), Sa., 25.11. (09:00 bis 17:30 Uhr) und So., 26.11.2023 (09:00 bis 16:30 Uhr)

Kurs-Nummer:

S-03-1

Unterrichts­einheiten:

32

Preis:

690,00 €

Status:

Freie Plätze verfügbar